Vor zwölf Jahren begann ich plötzlich, an einem « 24-Stunden-Virus » zu leiden, zumindest war es das, was mir mein Arzt jedes Mal erklärte, wenn ich ihn anrief, um ihm zu erzählen, wie krank ich mich fühlte. Mehr als ein Jahr lang war das die einzige Antwort, die er auf meine Beschreibung der Symptome wusste. Ich versuchte, als Immobilien-Maklerin zu arbeiten, aber fast jeden zweiten Tag hatte ich so starke Grippe-Symptome, dass ich kaum aus dem Bett kam.
Dieser Internist entschied schließlich, dass sich das alles nur in meinem Kopf abspielte, und dass ich in Wirklichkeit nur manisch-depressiv war und anfangen sollte, Lithium zu nehmen. Bevor ich damit anfing, schlug glücklicherweise einer meiner Kunden vor, dass ich einen Spezialisten aufsuchen sollte, weil ich vielleicht an einer Erkrankung des Innenohrs litt. Wieder hatte ich Glück, denn der Ohrenarzt fand heraus, dass ich an einer schweren Infektion der Nebenhöhlen litt. Nach vielen Wochen Antibiotika und Drainagen stellte dieser Arzt fest, dass ich in meiner täglichen Nahrung etwas enthalten sein mußte, auf das ich sichtlich allergisch war – und so begann meine Odyssee von einem Allergologen zum nächsten auf meiner Suche nach Hilfe.
Tausende von Dollar und mehrere Jahre später ließ ich mich schließlich operieren, aber meine Anfälle kamen trotzdem wieder, wie auch die Nebenhöhlen-Infektionen. Ich hatte so viele Antibiotika genommen, dass diese nicht länger wirkten. Ich hatte entdeckt, dass meine schlimmste Allergie die auf Käse in jeder Form war. Wenn ich durch Zufall auch nur ein winziges Stückchen Käse (z. B. in Salat-Dressing) aß, wurde ich tagelang schwer krank.
Dann änderte sich eines Tages mein ganzes Leben! Eine Freundin erzählte mir von Dr. Devi. Ich war zuerst so skeptisch, dass ich monatelang brauchte, bis ich mich entschloß, sie aufzusuchen. Ich wusste nichts über Akupunktur und konnte mir nicht vorstellen, wie mir so etwas helfen sollte. Aber in meiner Hoffnungslosigkeit nahm ich schließlich das Angebot meiner Freundin an und ließ mich zu Dr. Devi führen. Nachdem ich Dr. Devi zugesehen hatte, wie sie meine Freundin behandelte, entschied ich, dass ich nichts zu verlieren hatte... nach all der Zeit und dem Geld, das ich eingesetzt hatte, ohne Resultate zu sehen – da kam es auf ein weiteres Risiko auch nicht mehr an! Also begann ich meine Behandlung vier Mal pro Woche.
Nachdem Käse immer mein größtes Problem war, beschloss ich, dass ich mich von ihr dagegen behandeln lassen würde, sozusagen als größten Test für ihre Fähigkeit, mir zu helfen.
Ich brachte meinen Käse zu ihr und ließ mich behandeln. Dann wartete ich die vorgeschriebenen 25 Stunden und fuhr danach noch einmal hin, um zu sehen, ob die Behandlung „gehalten“ hatte. Die Antwort war „ja“, und Dr. Devi sagte mir, ich sollte einen Bissen Käse essen. So groß mein Vertrauen in ihre Fähigkeit zu dem Zeitpunkt auch war, ich hatte einfach Angst, das Risiko einzugehen: Was, wenn es nicht funktionierte, und ich wieder zwei oder drei Tage so krank werden würde? Aber als sie darauf bestand, aß ich einen Bissen, und wartete, immer noch überzeugt, dass die Reaktion einfach später einsetzen würde als sonst, und ich doch die üblichen Symptome wieder bekommen würde. Am Abend ging es mir immer noch gut, aber ich war sicher, dass ich beim Aufwachen herausfinden würde, dass ich doch recht gehabt hatte – dass nichts meine Allergie auf Käse kurieren konnte, was mir ja mehrere der Allergologen, die mir helfen wollten, bestätigt hatten.
Am nächsten Morgen zog ich mich gerade an, um arbeiten zu gehen, als ich mich plötzlich daran erinnerte: „Oh, ich habe doch gestern Käse gegessen, und ich bin nicht krank!“ Ich konnte es nicht glauben! Ich rief sofort meine Freundin an und lud sie zum Essen in ein italienisches Restaurant ein. Dort genoss ich zum ersten Mal seit zwölf Jahren die größte Pizza, die ich je gegessen hatte! Jetzt konnte ich endlich mein geselliges Leben wieder aufnehmen, das ich lange vernachlässigt hatte. Ich hatte ja immer Angst, dass ich unwissentlich wieder einmal irgend etwas essen würde, das einen Anfall auslösen könnte. Was für ein wunderbares Gefühl, wenn man wieder essen kann, ohne alles, was man in den Mund steckt zu „analysieren“ – ich hatte damit alle meine Freunde und meine Familie verrückt gemacht, manchmal waren sie sicher überzeugt, dass ich vielleicht doch das Lithium gebraucht hätte!
Ich wurde 1989 von meiner Allergie auf Käse kuriert. Jetzt schreiben wir 1999. Ich genieße es immer noch, Käse zu essen, ja mehr noch als früher. Wie kann ich Ihnen, Dr. Devi, je dafür danken, wie sehr Sie mein Leben verändert haben???
Doty Johnson - Newport Beach, Kalifornien